Lexikon

Auch wenn Sie kein Versicherungs-Fachmann sind: Erfahren Sie hier, was sich hinter den Begriffen verbirgt.
Quelle: VVO

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S

Schadenabwicklung

Behandlung bzw. Bezahlung von Schäden von deren Eintritt bis zur abschließenden Erledigung.

Schadenaufwand

Gesamtheit der Schadenzahlungen vor der Veränderung der Schadenrückstellung eines Geschäftsjahres.

Schadenbedarf

Es handelt sich dabei um einen Begriff aus der Beitragskalkulation. 1. Durchschnittlicher Schadenaufwand pro Risiko in einem Jahr; 2. Zahl der Schäden mal Schadendurchschnitt für eine Versicherungssparte in einem Jahr

Schadendurchschnitt

Darunter versteht man den durchschnittlichen Schadenaufwand (bezahlt oder zurückgestellt) je Schadenfall.

Schadenfälle

a) Angemeldete Schadenfälle: Die Anzahl der im laufenden Kalenderjahr gemeldeten Schäden ohne Rücksicht auf das Jahr, in dem sich der Schaden ereignet hat (auch wenn keine Zahlung zu erwarten war bzw. erfolgt ist). Bei dieser Begriffsbestimmung muss das übernommene Beteiligungsgeschäft außer Betracht bleiben.

Schadenhäufigkeit

Darunter versteht man die Anzahl der Schäden innerhalb eines Jahres auf tausend versicherte Risken (Angabe in Promille).

Schadenrückstellung

Rückstellung für bereits eingetretene, aber noch nicht erledigte Schäden.

Schadensatz

Versicherungsleistungen in der Schaden- und Unfallversicherung im Verhältnis zur abgegrenzten Prämie.

Schwankungsrückstellung

Sie wird auch "Reserve zum Ausgleich des schwankenden Jahresbedarfs" genannt. Diese Reserve dient in Jahren überdurchschnittlich hohen Schadenanfalles dem Ergebnisausgleich der betroffenen Sparten.

Selbstbehalt

Jener Teil, den der Versicherungsnehmer im Schadenfall auf jeden Fall selber zu tragen hat (Prozentsatz oder fixer Betrag).

Solvabilität (Solvency)

Eigenmittelausstattung eines Versicherungsunternehmens

Sozialversicherung - Pensionsanpassung

Der Anpassungsfaktor dient in erster Linie dazu, schon angefallene Pensionen aufzuwerten. Die Höhe der Anpassung hängt von der so genannten Richtzahl, der Höhe der Arbeitslosenrate und anderen volkswirtschaftlich maßgebenden Einflussgrößen ab. Quelle: Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger (Hg.): Handbuch der österreichischen Sozialversicherung.

Sparquote

Anteil des privaten Sparens am verfügbaren persönlichen Einkommen.

Spätschäden

Schäden, die im Abschlussjahr gemeldet wurden, sich aber im Vorjahr ereignet haben. Jährlich zum Bilanzstichtag wird eine Reserve für Schäden gebildet (= Spätschadenreserve), die das Abschlussjahr betreffen, aber erst im Folgejahr gemeldet werden.

Spitalskostenversicherung

Im Rahmen der Spitalskostenversicherung ist man gegen sämtliche Aufwendungen, die mit einem Krankenhausaufenthalt zusammenhängen, gesichert: Die Aufenthalts- und Behandlungskosten im Krankenhaus, sämtliche Nebenkosten, die Transportkosten zum und vom Krankenhaus und auch die Kosten für eine Unterbringung in einem Sonderklassezimmer werden von der Versicherung übernommen.

Steuerähnliche Abgaben

Feuerschutzsteuer: 8,00 %. Der Versicherer ist berechtigt, die Steuer bis zur Höhe von 4,00 % des Versicherungsentgeltes neben der Prämie vom Versicherungsnehmer gesondert anzufordern. Wenn man ein Versicherungsentgelt von € 100 zugrunde legt, bedeutet diese Regelung: Wenn die 8%ige Steuer auf diese Prämie angewandt wird, beträgt die Steuer € 8; der Teil dieser Steuer, der direkt vom Versicherungsnehmer gefordert wird, ist gleich 4,00 % des Versicherungsentgelts, d.h. € 4; der Versicherer fordert also vom Versicherungsnehmer ein Versicherungsentgelt i.H.v. € 100 plus den Betrag der Steuer, den er direkt vom Versicherungsnehmer fordern kann, d.h. € 4; er führt € 8 an den österreichischen Staat ab, so dass ihm € 96 als Einnahme verbleiben. Sonstige Sachversicherung: In jenen Fällen, in denen der Versicherungsvertrag auch Feuerrisiken deckt und das Versicherungsentgelt nur in einem Gesamtbetrag angegeben ist, ist das für die Berechnung der Feuerschutzsteuer heranzuziehende Versicherungsentgelt der auf die Feuerversicherung entfallende Teil des Gesamtbetrags.

Stresstest

Bei Stresstests handelt es sich um eine spezielle Form der Szenarioanalyse. Ziel ist es, eine quantitative Aussage über das Verlustpotenzial von Portfolios bei extremen Marktschwankungen treffen zu können.

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